Newsletter – 2. Quartal 2026
Forschungsprogramm Stadtverkehr (FoPS) zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden |
|
|
Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank für Ihr Interesse am FoPS-Newsletter.
Mit dem Newsletter erhalten Sie einmal pro Quartal gebündelt aktuelle Informationen, Hinweise und Updates zum Forschungsprogramm Stadtverkehr.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen und freuen uns auf Ihr Feedback.
|
|
|
Was ist das FoPS?
Seit mehr als 50 Jahren unterstützt das Bundesministerium für Verkehr (BMV) mit dem Forschungsprogramm Stadtverkehr (FoPS) Bundesländer, Städte, Kreise, Kommunen und Verkehrsbetriebe bei den Herausforderungen zur Gestaltung einer zukunftsfähigen Mobilität. Mit dem Forschungsprogramm werden Forschungsaufträge finanziert, die für typische Verkehrsprobleme in Städten und Gemeinden modellhafte und möglichst bundesweit übertragbare Lösungen beinhalten.
Die Projekte werden teils vom BMV selbst, aber auch von den beiden Ressortforschungseinrichtungen Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) und dem Deutschen Zentrum für Schienenverkehrsforschung (DZSF) als Auftragsforschung initiiert und fachlich begleitet. Die TÜV Rheinland Forschungs- und Innovationsmanagement GmbH (TRFI) übernimmt hierbei teilweise eine begleitende Rolle.
Nähere Infos zum Forschungsprogramm und dessen Aufstellung finden Sie hier.
|
|
|
Neue FoPS-Projekte gestartet (2. Quartal 2026)
|
|
|
Konfliktlösungen bei der Planung von Straßenbahn-Netzerweiterungen (VB780010)
Laufzeit: 01.04.2026 – 30.09.2027 Auftragnehmende: ifok GmbH, Bensheim
Das Projekt zielt darauf ab, Leitlinien zu entwickeln, die dazu beitragen, Konflikte im Planungsprozess, von der Projektidee bis zur Ausführungsplanung, im Kontext von Straßenbahn-Netzerweiterungen durch kollaborative Planung, transparente Kommunikation und klare Rollendefinitionen zu vermeiden oder zu entschärfen. Zu diesem Zweck sind unter anderem Prozess- und Stakeholderanalysen durchzuführen, um einen Überblick über Ist und Soll der gegenwärtig umgesetzten und perspektivisch erforderlichen Abstimmungsformate zu erlangen und darüber hinaus Herausforderungen und Verbesserungspotenziale bei der Konflikterkennung und -vermeidung aufzeigen. Die Analysen sollen lokalspezifisch anwendbar sein und jeweils die gegebenen strukturellen Kontexte einer Straßenbahn-Netzerweiterung berücksichtigen. Abschließend sollen adressatenspezifische Leitfäden entwickelt werden, die dabei unterstützen, Konflikte systematisch zu vermeiden oder aufzulösen.
|
|
|
Eine Übersicht über alle FoPS-Projekte mit dem jeweils aktuellen Projektstatus finden Sie unter fops.de.
|
|
|
Veröffentlichung Forschungsergebnisse (2. Quartal 2026)
Vertiports in Städten (VB710104)
Im Rahmen der beauftragten Studie wurden Anforderungen für die Entwicklung von Vertiports und Vertiportnetzen in urbanen und suburbanen Räumen erarbeitet und beschrieben. Dabei ging es sowohl um Zweckmäßigkeit und Vollständigkeit von luftfahrttechnischen Anforderungen, welche bspw. durch die EASA in den sogenannten Prototype Technical Specifications for Vertiport Design [1] enthalten sind, als auch um städteplanerische Aspekte, welchen bei der Etablierung von Luftverkehr im urbanen Umfeld eine besondere Bedeutung zukommen.
Ziel des Projekts war es, eine praxisnahe Grundlage für Kommunen und Planer zu schaffen, die künftig über die Realisierung von Vertiports entscheiden. Dazu wurden typische Standorttypen analysiert, Bewertungsmethoden entwickelt, rechtliche und bauliche Anforderungen untersucht, Stakeholder-Beteiligungsprozesse betrachtet sowie wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Akzeptanzfaktoren bewertet. Die Ergebnisse bilden die Basis des Leitfadens.
Den Schlussbericht finden Sie hier.
Den Handlungsleitfaden finden Sie hier.
|
|
|
Unternehmensübergreifende Vernetzung der Sharing-Mobilitätsangebote durch offene Standards und Schnittstellen (VB700971)
Das Forschungsprojekt verfolgte das Ziel, die digitalen Voraussetzungen für eine umfassende Integration von Sharing- und Mikromobilitätsangeboten in Auskunft- und Buchungsplattformen zu schaffen. Hintergrund ist die zunehmende Bedeutung von Mobility as a Service (MaaS-) Konzepten, die multimodale Wegeketten erleichtern, indem sie verschiedene Verkehrsmittel nutzerfreundlich in einer Plattform bündeln. Im Rahmen des Projekts wurden daher die technischen, rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen untersucht, die für ein interoperables Zusammenspiel zwischen Mobilitätsplattformen und Sharing-Anbietern erforderlich sind.
Den Schlussbericht finden Sie hier.
Die Kurzberichte finden Sie hier auf deutsch und hier auf englisch.
|
|
|
Ermittlung von Fußverkehrsaufkommen aus Kurzzeitzählungen (77.0608)
Das Ziel des Forschungsvorhabens war, Methoden zu entwickeln, mit denen Fußverkehrsaufkommen zuverlässig erfasst, hochgerechnet und abgeschätzt werden können. Dafür wurden videobasierte Zählungen an 56 Messstellen in 14 Städten durchgeführt und durch Mobilitätsdaten ergänzt. Die Ergebnisse zeigen, dass Fußverkehr klaren zeitlichen Mustern folgt. Aus diesen Mustern wurden Hochrechnungsfaktoren entwickelt, mit denen sich aus kurzen Zählzeiträumen belastbare Tageswerte ableiten lassen. Besonders geeignet erwies sich ein 2-Stunden-Zählintervall. Zudem wurde ein Modell entwickelt, das Fußverkehr anhand von Umfelddaten wie Nutzungsvielfalt, Bebauungsdichte, Gehwegbreite und Nähe zum ÖPNV abschätzt. Kurzzeitzählungen und Dauerzählungen haben jeweils eigene Stärken und sollten in der Praxis kombiniert werden. Insgesamt liefert das Vorhaben wichtige Grundlagen für eine datenbasierte, fußgängerfreundliche Stadt- und Verkehrsplanung.
Den Schlussbericht finden Sie hier.
|
|
|
Abbildung von Klimaschutzmaßnahmen in Verkehrsnachfragemodellen (VB710004)
Angesichts der rechtlichen Verpflichtungen von Bund und Ländern zur Erreichung der Klimaneutralität gewinnt der Nachweis der CO₂-Minderung im Verkehrssektor weiter an Bedeutung. Für die Abschätzung der Wirkungen von Klimaschutzmaßnahmen im Verkehr bilden Verkehrsnachfragemodelle ein wichtiges Planungsinstrument in der Praxis. Das Ziel des Projekts bestand darin, bestehende Modellierungsmethoden so weiterzuentwickeln, dass die Klimawirkungen spezifischer Entwicklungen und Maßnahmen angemessen quantifiziert werden können.
Zur Erreichung der Projektziele wurden zunächst die Wirkungszusammenhänge zwischen Verkehrsnachfrage, Personenkilometern und daraus resultierenden CO₂-Emissionen untersucht. Darauf aufbauend wurden Spezifikationen zur Weiterentwicklung von Verkehrsnachfragemodellen entwickelt und in ausgewählten Untersuchungsräumen implementiert und getestet.
Das methodische Vorgehen und die entwickelten Modellierungsansätze wurden in einem Leitfaden zusammengeführt, der die Integration von Klimaschutzmaßnahmen in bestehende oder neue Verkehrsnachfragemodelle unterstützt. Auf dieser Basis könnten zukünftig verkehrs- und klimapolitische Maßnahmen effizienter geplant, regional angepasst und hinsichtlich ihrer Wirkungen fundiert bewertet werden.
Den Schlussbericht finden Sie hier.
Den Leitfaden finden Sie hier.
Das Modellhandbuch finden Sie hier.
|
|
|
Eine Übersicht der FoPS-Forschungsergebnisse (seit 2015) finden Sie ebenfalls unter fops.de.
|
|
|
Projekte in der Vergabephase (2. Quartal 2026)
|
|
|
Bedarfsgesteuerte und autonome Verkehre im Nahverkehrsplan (71.0108)
Das Ziel des Projekts ist es, die Nahverkehrsplanung und die Planungs- und Vergabeinstrumente unter Einbeziehung bedarfsgesteuerter und perspektivisch autonomer Verkehre weiterzuentwickeln. Hierzu sollen zunächst eine Problemanalyse durchgeführt und zentrale Handlungsfelder im Hinblick auf planerische, infrastrukturelle, organisatorische, rechtliche und finanzielle Fragestellungen identifiziert werden. Darauf aufbauend sollen Vorschläge erarbeitet werden, mit denen die anstehenden Transformationsprozesse im ÖPNV besser umgesetzt werden können. Auf Grundlage aktueller Praxisbeispiele sollen Lösungsansätze dargestellt werden, mit denen ODV aus einer projektbezogenen Förderung in eine Regelfinanzierung überführt werden können. Zudem sollen Qualitätsparameter für einen flexiblen und autonomen ÖPNV entwickelt und bereitgestellt werden, die eine integrierte Planung von Linienverkehren, Linienbedarfsverkehren und künftig autonomen Verkehrsangeboten ermöglichen. Diese Qualitätsparameter sollen zugleich als Grundlage für eine gemeinsame funktionale und vergaberechtskonforme Ausschreibung mit flexibler Umsetzung dienen.
Angebotsfrist bis 16.07.2026 10:00 Uhr
Vergabeunterlagen finden Sie hier.
|
|
|
Flächenkonkurrenz von ÖPNV und Radverkehr an Hauptverkehrsstraßen (77.0701)
Auf den Hauptachsen innerstädtischer Straßennetze bündeln sich regelmäßig alle Modi des motorisierten und nicht motorisierten Verkehrs (Kfz, ÖPNV, Rad- und Fußverkehr). Um die Verkehrssicherheit, insbesondere für Radfahrende, zu gewährleisten und den Omnibusverkehr (Linien-, Schüler- und Behindertenverkehr) zu beschleunigen, haben einige Straßenverkehrs-behörden Fahrstreifen eingerichtet, die gemeinsam von Bussen und Radverkehr genutzt werden. Beide Modi stehen dabei im Streckenverlauf systematisch um die Nutzung zueinander in Konkurrenz und weisen unterschiedliche Geschwindigkeitsprofile auf. Hinsichtlich der Umsetzungsmöglichkeiten spielen neben den realisierbaren Breitenmaßen bei der Aufteilung des Straßenraums auch die verkehrsrechtlichen Verhaltensvorschriften eine wesentliche Rolle – insbesondere im Hinblick auf das Überholen des Radverkehrs durch Busse.
Vor dem Hintergrund begrenzter Straßenräume ist zu klären, unter welchen Einsatzbedingungen die kombinierte Führung von Bussen und Radverkehr auf einem gemeinsamen Fahrstreifen für beide Verkehrsmodi vorteilhaft ist und welche Querschnittsaufteilungen sich hierfür eignen. Zugleich ist abzugrenzen, unter welchen Bedingungen eine gemeinsame Führung zu vermeiden ist und stattdessen separate Lösungen anzustreben sind.
Ziel dieses Forschungsvorhabens ist die Ableitung von Einsatzkriterien und Empfehlungen für die Querschnittsgestaltung gemeinsam von Bussen und Radverkehr genutzter Fahrstreifen. In Abgrenzung von separaten Anlagen für beide Modi, sollen die Querschnitte in Abhängigkeit von vorhandenen Breitenmaßen und angestrebten Nutzungsintensitäten bestimmt werden.
Vergabeunterlagen finden Sie hier.
|
|
|
Wir wünschen Ihnen eine schöne Sommerzeit und ggf. erholsame Urlaubstage.
Ihr Team vom Forschungsprogramm Stadtverkehr (FoPS)
www.fops.de
info@fops.de
|
|
|
|
|
|
Wenn Sie diese E-Mail (an: s.spies@rnv-online.de) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.
TÜV Rheinland Forschungs- und Innovationsmanagement GmbH Am Grauen Stein 27 51105 Köln Deutschland
0221 806-4142 assistenz-fm@de.tuv.com https://www.tuv.com/TRFI
Geschäftsführer: Oliver Althoff Register: AG Nürnberg HRB 27242 Tax ID: DE123060706
|